Holz umweltbewusst einkaufen – worauf muss ich achten?

Umweltschutz kann ganz einfach sein: Wer Produkte aus Holz bewusst kauft, der leistet damit einen Beitrag zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft und sichert die Zukunft unserer Wälder. In Deutschland existieren drei Zertifizierungssysteme für nachhaltige Waldbewirtschaftung: FSC, Naturland und PEFC. Das FSC-Siegel gehört zu den Zertifikaten mit einem besonders hohen Anspruch. Welche Kriterien es vorschreibt und worauf Sie beim Kauf von Holzprodukten achten sollten, erklären wir Ihnen hier.

FSC-zertifiziertes Holz – was ist das?

Das FSC-Siegel steht für umweltschonende und sozialverträgliche Holzwirtschaft. Produkte, die das FSC-Siegel tragen, stammen aus verantwortlich bewirtschafteten Wäldern. Das FCS-Siegel wurde im Anschluss an die Umweltkonferenz im Jahr 1992 in Rio de Janeiro ins Leben gerufen. Die Abkürzung steht für „Forest Stewardship Council“ und bezeichnet einen weltweiten Verbund von Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, sozialen Verbänden, Vertretern indigener Völker und der Holzwirtschaft.

Der Standard liefert bestimmte Vorgaben für nachhaltige Forstwirtschaft, die erfüllt werden müssen. Darunter fallen nicht nur Kriterien für den Naturschutz, sondern auch für die soziale Gerechtigkeit. Ziele einer FSC-gerechten Holzwirtschaft sind:

  • Die ökologischen Funktionen des Waldes bleiben erhalten.
  • Bedrohte Tier- und Pflanzenarten werden geschützt.
  • Die Rechte von ursprünglichen Einwohnern und Arbeitnehmern werden gesichert.

 

Ein FSC-bewirtschafteter Wald wird so behandelt, dass er als Ökosystem langfristig erhalten bleibt. Die strengen Kriterien besagen unter anderem, dass das geschlagene Holz schonend aus dem Wald geholt werden muss. Kahlschläge sind genauso untersagt wie der Einsatz von Pestiziden oder das Einbringen gentechnisch veränderter Pflanzen. Die Artenvielfalt wird geschützt. Dass diese Punkte eingehalten werden, wird durch unabhängige Experten in strengen, regelmäßigen Kontrollen sichergestellt.

Woher stammt das Holz?

Wenn Sie Holz oder Gegenstände aus Holz kaufen, so achten Sie darauf, woher es kommt. Ihr Fachhändler sollte in der Lage sein, Ihnen die Herkunft des Holzes auf Nachfrage zu erläutern. So gehen Sie sicher, dass die Rohstoffe aus verantwortungsvoller und nachhaltiger Produktion stammen.

Am besten sollte das Holz in heimischen, europäischen Wäldern gewachsen sein. Zu den heimischen Hölzern, die sehr wetterbeständig sind, gehören Robinie, Eiche und die Edelkastanie. Lärche und Kiefer sind ebenfalls beliebte heimische Holzarten, benötigen jedoch mehr Pflege. Tropenhölzer wie Eukalyptusholz sind in Sachen Umweltschutz grundsätzlich die zweite Wahl. Heimische Hölzern sollten Sie immer den Vorzug geben. Was viele aber nicht wissen: Auch heimische Holzarten wie z. B. die Kiefer können aus illegalem Raubbau stammen. Das FSC-Siegel gibt Ihnen Sicherheit, dass Sie nicht versehentlich zu solchem Holz greifen.

Unser Tipp: Kaufen Sie heimische Hölzer aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Achten Sie auf Herkunftsnachweise und Zerfifizierungen.

Vorsicht vor täuschenden Formulierungen

Einige Verkäufer oder Hersteller versuchen, dem Käufer durch bestimmte Formulierungen vorzugaukeln, ein umweltschonendes Produkt zu erwerben. Formulierungen wie „aus naturnahmen Waldanbau“, „aus Plantagenwirtschaft“ oder „umweltfreundliches Plantagenholz“ sollen dem Kunden etwa bei Tropenhölzern den Eindruck vermitteln, mit gutem Gewissen zugreifen zu können. Plantagenwirtschaft steht jedoch in der Regel für eine Monokultur, in der auf hunderten von Quadratkilometern nur eine Baumart wächst. Da eine solche Kultur sehr empfindlich ist, werden Düngemittel und Pestizide eingesetzt. Natürliche Lebensraume werden für Monokulturen zerstört und viele ökologische Probleme ergeben sich daraus. Durch den Kauf von FSC-zertifizierten Hölzern unterstützen Sie eine verantwortungsbewusste, nachhaltige, ökologisch und sozial orientierte Waldwirtschaft.

Staktenzäune aus FSC-zerfifiziertem Anbau

Ein Staketenzaun von Staketenzaun.biz ist ein Naturzaun aus Kastanienholz, der die Verbundenheit mit der Natur nicht nur optisch zum Ausdruck bringt.

  • Das Holz, aus dem er hergestellt wird, stammt aus regionalen, nachhaltig bewirtschafteten Wäldern.
  • Er ist äußerst langlebig und hält bis zu 25 Jahre.
  • Anstriche, Lasuren oder Lackierungen sind nicht notwendig – die Umwelt wird geschont.

Die Kastanien, aus denen die Naturzäune gefertigt werden, wachsen auf einer Fläche von mehr als 400 Hektar in Südengland. Die Waldfläche in Kent wird verantwortungsbewusst bewirtschaftet und bietet einen gesunden Lebensraum für Tiere und Pflanzen.

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