Die Robinie – ein Portrait
10. März 2023
Michael Kramer
Staketenzaun-Blog
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Die Robinie - ein Portrait
Robinienholz ist das Holz der Gewöhnlichen Robinie (Robinia pseudoacacia), die oft auch als Scheinakazie oder Falsche Akazie bezeichnet wird. Es gilt als das härteste, schwerste und widerstandsfähigste Holz unter den in Europa wachsenden Baumarten. Aufgrund seiner extremen Langlebigkeit und Witterungsbeständigkeit im Außenbereich ist es die gefragteste heimische Alternative zu tropischen Edelhölzern wie Teak.
Die wichtigsten Eigenschaften:
- Extrem hohe Härte: Robinie ist ein schweres Hartholz. Es übertrifft in Sachen Druck- und Biegefestigkeit selbst die robuste Eiche deutlich.
- Höchste Dauerhaftigkeit: Es ist die einzige europäische Holzart, die ohne chemische Imprägnierung die Dauerhaftigkeitsklasse 1 bis 2 („sehr dauerhaft“) erreicht.
- Natürliche Resistenz: Durch eingelagerte Gerbstoffe schützt sich das Holz selbst vor Feuchtigkeit, Schimmel, Pilzen und Insektenfraß.
- Optik: Das Kernholz besitzt eine markante, gelb-grünliche bis goldbraune Färbung mit einer klaren, lebendigen Maserung.
Typische Einsatzbereiche
Wegen seiner Unempfindlichkeit gegenüber Erdkontakt und Nässe wird Robinienholz überall dort eingesetzt, wo Holz extremen Belastungen ausgesetzt ist:
- Garten- und Landschaftsbau: Für Terrassendielen, Zäune, Palisaden, Sichtschutz und stabile Outdoor-Möbel.
- Spielplatzgeräte: Da das Holz splitterarm, extrem robust und ungiftig für Kinder ist (die Giftstoffe des lebenden Baumes sitzen nur in Rinde, Blättern und Samen), bauen Hersteller wie die eibe GmbH bevorzugt Klettergerüste daraus.
- Landwirtschaft: Beliebt für langlebige Weidepfähle, Weinbergpfähle und Hangbefestigungen
Robinie – Hartes Holz und dennoch elastisch
Technische Daten von Robinienholz
- Dauerhaftigkeitsklasse: 1-2
- Gewicht: 930 kg/m3 frisch und 660 bis 790 kg/m3 lufttrocken
- Druckfestigkeit: 55 bis 75 N/mm2
- Biegefestigkeit: 120 bis 160 N/mm2