Edelkastanienholz vs. Robinienholz
11. April 2024
Michael Kramer
Staketenzaun-Blog
Staketenzaun-Blog
Wie unterscheiden sich Edelkastanienholz & Robinienholz?
Sowohl Robinienholz als auch Edelkastanienholz sind extrem witterungsbeständige europäische Hölzer, die ohne chemische Imprägnierung im Außenbereich eingesetzt werden. Der Hauptunterschied der beiden Hölzer liegt in der Resistenz (Robinie ist langlebiger) & der Verarbeitkeit (Edelkastanie ist leichter zu bearbeiten).
1. Haltbarkeit und Witterungsbeständigkeit
- Robinienholz: Gehört zur besten Dauerhaftigkeitsklasse 1 und ist das witterungsbeständigste in Europa wachsende Holz. Es ist extrem resistent gegen Pilze, Insekten und Erdkontakt und hält im Außenbereich oft 20 bis 25 Jahre.
- Edelkastanienholz: Gehört zur Dauerhaftigkeitsklasse 2. Es ist ebenfalls hervorragend für den Gartenbau geeignet, aber etwas weniger resistent als Robinie, wenn es dauerhaft im Erdreich steht.
2. Holzeigenschaften und Wuchs
- Robinienholz: Der Stamm ist oft unregelmäßig, drehwüchsig und neigt zu stärkerer Krümmung. Das Holz ist extrem hart, schwer, zäh und elastisch.
- Edelkastanienholz: Lässt sich deutlich leichter bearbeiten (schneiden, spalten, sägen), da es weniger hart ist. Es enthält viel Gerbsäure, quillt und schwindet kaum und ist formstabiler als Robinie.
3. Optik
- Robinienholz: Hat eine lebhafte, streifige Maserung mit einem goldbraunen Kern und einem schmalen, gelblich-weißen Splint.
- Edelkastanienholz: Ähnelt in der Struktur stark der Eiche. Es hat eine schöne, gleichmäßige Maserung und ist meist heller als Robinienholz.
4. Typische Anwendungen
- Robinienholz: Ideal für Bereiche mit direktem Erd- und Feuchtkontakt wie Spielplatzgeräte, Zaunpfähle, Koppelpfähle, im Wasserbau oder für extrem langlebig Holzterrassen.
- Edelkastanienholz: Wird klassisch für Staketenzäune, Fassadenverkleidungen, Möbelbau, Rollzäune oder als Naturpfähle verwendet.
Autor:
Michael Kramer
Gärtnermeister und Mitinhaber von Kramer GbR Garten & Ambiente