Staketenzaun: Was ist das?

Maschendrahtzaun und Lattenzaun sind den meisten Menschen bekannt. Manch einer ist auch mit Palisaden- oder Seltenzäunen vertraut. Eine besonders schöne, nicht bei jedem bekannte Variante der Umzäunung ist der Staketenzaun. Wobei es sich dabei handelt, welche Merkmale einen Staketenzaun ausmachen und welche Vorteile er bietet, erfahren Sie hier.

Der Staketenzaun: Definition und Herkunft

Bei einem Staketenzaun handelt es sich um einen Vorläufer des Lattenzauns. Statt Holzlatten, die an den Querbalgen befestigt werden, werden bei diesem Zauntypen Staketen verwendet. Das Wort Stakete, welches mit den Wörtern stecken und Stecken verwandt ist, bezeichnet dabei längliche Holzstangen. Der Querschnitt der Stangen kann rohrförmig oder quadratisch ausfallen.

Die Staketen sind bei einem Staketenzaun an einem Ende abgeschrägt oder angespitzt. Die Besonderheit am Staketenzaun ist es, dass die Einzelstaketen mit einem verzinkten Draht verbunden werden. Durch die Herstellungsweise lässt sich der fertige Zaun leicht aufrollen, weswegen der Staketenzaun häufig auch Rollzaun genannt wird. Durch die Drahtverbindung passt sich der Zaun jedem Gelände an.

Herstellung eines Staketenzauns aus Kastanie

Für die Herstellung von Staketenzäunen wird meist Kastanien- oder Robinienholz genutzt. Daher ist der Staketenzaun auch als Kastanienzaun geläufig.

Das Holz für die Zäune und Pfosten wird beim Kastanien-Staketenzaun aus den Stockausschlägen der Kastanie im Winter gewonnen. Im nächsten Frühjahr treibt die Pflanze dabei neu aus. Eine mehrmalige Ernte ist möglich. Eine bodentiefe Ernte ganzer Parzellen erfolgt alle 14 Jahre. Bei einer Haltbarkeit von etwa 20 bis 25 Jahren wächst der Rohstoff somit schneller nach als er geerntet wird. Ein Staketenzaun ist ein ökologisches Naturprodukt. Weitere Informationen zum fairen Holzeinkauf und umweltbewusste Zertifizierungen gibt es in diesem Beitrag.

Nach der Holzernte werden die Kastanienstangen zunächst entrindet und zugeschnitten. Nach der Entrindung werden die Stangen anschließend von Hand gespalten und entsplittert. Darauf folgt das für den Staketenzaun bekannte Anspitzen der Staketenenden. Am Ende werden die Zäune verdrahtet und aufgerollt. Die Staketenzäune sind daraufhin fertig für den Versand und Aufbau.

Kastanie und Robinie: Vorteile der Naturrohstoffe

Das Holz der Edelkastanie hat einen warmen, goldbraunen Ton und besitzt im Vergleich zu Eichenholz eine schwächere Musterung. Es lässt sich leicht bearbeiten und ist auch im Freien widerstandsfähig. Für eine lange Lebensdauer sorgt der hohe Gerbsäureanteil, wodurch die Holzstaketen auch ohne Lasur oder chemische Behandlung gegenüber Witterung und anderen äußeren Einflüssen unempfindlich sind. Bei einem Außeneinsatz kann mit einer Haltbarkeit von über 20 Jahren gerechnet werden. Mit der Zeit nimmt die Oberfläche des Staketenzauns einen natürlichen Grauton an.

Einfache Montage des Staketenzauns

Ein Staketenzaun lässt sich bequem im Garten aufstellen. Der Zaun wird als Rolle geliefert und lässt sich mit Schrauben oder Metallkrampen an Zaunpfosten befestigen. Für die Eckpfeiler empfiehlt es sich, Stützpfosten zu verwenden, damit beim strammen Spannen der erste Pfeiler nicht schief gezogen wird. Werden Querlatten verwendet, lässt sich der Abstand der Befestigungspfosten auch vergrößern. So wird ein Durchhängen des Zauns verhindert. Ein Abstand von fünf Zentimetern zum Boden sollte bei der Zauninstallation eingeplant werden.

Genauere Informationen zur Befestigung von Holzpfosten für den Staketenzaun finden Sie hier.

Staketenzaun: der Naturzaun für eine harmonische Gartengestaltung

Durch die handgefertigten Staketen ist jeder Staketenzaun ein Unikat. Einst bekannt durch die Verwendung in alten Bauerngärten, wird der Staketenzaun auch für den heimischen Garten immer beliebter. Da der Zaun keine Nachlasur benötigt, ist er auch für das Anlegen eines Naturgartens geeignet. Dank des günstigen Preises und der ökologischen Gesichtspunkte wird ein Staketenzaun auch für Weide- und Koppeleinzäunungen sowie als Einzäunung für Hühner und Ziegen genutzt. Nicht nur bei Tierhaltern, Naturgarten- und Bauerngarten-Fans liegt der Staketenzaun inzwischen voll im Trend. Durch sein charmantes Aussehen fügt sich dieser attraktive Naturzaun optimal in das Gesamtbild des Gartens ein. Ein Staketenzaun ist damit die perfekte Alternative zu herkömmlichen Holzeinzäunungen.

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