Staketenzaun für Kaninchen: Außengehege und Auslauf

 

Vorüberlegungen für das Kaninchengehege

Damit sich die Kaninchen an der frischen Luft wohlfühlen, müssen für das Gehege einige Dinge beachtet werden. So sind nicht jeder handelsübliche Stall oder jede Umzäunung auch für die flauschigen Nager geeignet. Zudem unterscheiden sich die Anforderungen an das Gehege, je nachdem, ob die Kaninchen nur einen zusätzlichen Auslauf brauchen, oder im Garten überwintern sollen. Wenn die Kaninchen nur kurzfristig im Garten untergebracht werden sollen, ist ein flexibler und mobiler Zaun oder Kaninchenstall sicherlich ausreichend. Doch für längerfristige Installationen und schöne Kaninchengehege sind einige Vorüberlegungen notwendig. Zu den Gedanken der Umsetzung gehört beispielsweise die Einplanung der Fläche, des Standorts, des Bodens und der Absicherung.

Ort: In der Nähe des Hauses mit ausreichend Schatten

Ein schönes Kaninchengehege mit einem natürlichen Staketenzaun gehört in die Nähe des Hauses. So sind die Kaninchen vom Haus aus sicht- und kontrollierbar. Zudem erleichtert es die Versorgung der Tiere. Doch neben der Nähe zum Haus sind die Licht- und Sonnenverhältnisse ein entscheidender Faktor für den geeigneten Ort des Geheges. Ein Teil der Fläche sollte im Schatten liegen und der andere durch die Sonne beschienen werden. Achten Sie darauf, dass zu jeder Tageszeit Schatten vorhanden ist – am besten durch Bäume und Sträucher. In warmen Sommermonaten ist der Schatten für Kaninchen überlebenswichtig, da sie in der Sonne schnell überhitzen.

Wieviel Fläche sollte ich für die Kaninchen in der Außenhaltung einplanen?

Für die artgerechte Haltung und ein angenehmes Kaninchenleben ist die Größe des Geheges entscheidend. Dabei gilt natürlich grundsätzlich: Je größer, desto besser. Als absolute Mindestmaße sollten folgende Größen eingeplant werden:

Gehegegröße für zwei Kaninchen:

  • 4 m2 Grundfläche – bei viel Auslauf
  • 6 m2 Grundfläche – bei wenig Auslauf
  • 10 m2 Grundfläche – bei keinem Auslauf

Für jedes weitere Kaninchen 2 m2 mehr einplanen. Bei diesen Angaben handelt es sich um ein Minimum. Über mehr Fläche freut sich jedes Kaninchen.

Natürlicher Look mit einem Staketenzaun für den Kaninchen-Auslauf

Kleine 6-Eck- oder 8-Eck-Gehege aus dem Handel sind oft ungeeignet für den Freilauf der Kaninchen. Sie bieten wenig Platz und werden durch ihre geringe Höhe auch gerne von den sprungfreudigeren Tieren übersprungen. Wildzäune sind für Kaninchen häufig zu weitmaschig. Bei einer Maschengröße von mehr als 5 x 15 cm schlüpfen die Kaninchen schnell hindurch.

Eine praktische Möglichkeit für die Umzäunung des Kaninchen-Geheges sind daher Gartenzäune.

Die Holzvarianten wie Lattenzaun oder Staketenzaun bieten dabei ein optisch ansprechendes Ergebnis für die Begrenzung. Mit der richtigen Holzart – wie etwa Kastanie, über die Sie in unserem Portrait hier mehr erfahren – kann eine preiswerte und widerstandsfähige Umzäunung realisiert werden. Je nach Lattenabstand sollte jedoch ein Kaninchendraht als Gitter dahinter getackert werden.

Wird ein herkömmlicher Zaun, wie der Staketenzaun, für die Begrenzung des Freilaufs genutzt, hat dies zudem den Vorteil, dass ein normales Zauntor integriert werden kann. Der Zugang zu den Kaninchen – zwecks Fütterung oder Streicheleinheit – ist so bequem möglich.

Gegen was muss ein Kaninchen-Freilauf tagsüber Schutz bieten?

  • Überspringen und Durchbuddeln: Die Freilaufbegrenzung sollte zwischen 80 und 100 cm Höhe aufweisen. Unter 75 cm besteht die Gefahr des Überspringens. Daher sollten auch keine Gegenstände an den Rand gestellt werden, da sie sonst als Ausbruchshilfe dienen. Erdige Stellen sind für Kaninchen verlockend zum Graben. Deshalb sollte darauf geachtet werden, dass die Grasnarbe intakt ist. Bei dichter Wiese können die Kaninchen sich nur mühsam durchbuddeln. Werfen Sie daher ein Auge auf den Untergrund und sichern Sie diesen falls nötig ab oder verschieben Sie das Gehege.
  • Hunde, Katzen, Greifvögel: Der Zaun sollte hundesicher sein. Viele Freiläufe aus Gittern sind dies häufig nicht. Der Hund sollte zudem nicht um das Gehege herumrennen können, was ansonsten zu einem Schocktod bei den Kaninchen führen kann. Katzen sind normalerweise keine Gefahr für ausgewachsene Kaninchen. Für Jungkaninchen empfiehlt sich ein Netz als Katzenschutz über dem Gehege. Milan und Habicht können selbst für ausgewachsene Tiere eine Gefahr darstellen. Gibt es Greifvögel in der näheren Umgebung sollte auch bei großen Tieren ein Netz angebracht werden.
  • Wetterschutz: Kaninchen sind sehr empfindlich gegen Hitze und brauchen daher im Gehege genügend Schatten. Dieser sollte zu allen Tageszeiten auch bei Sonnenwanderung zur Verfügung stehen. Bei schlechter Witterung muss für eine Überdachung oder einen wetterfesten Unterschlupf gesorgt werden.

Bodensicherung für den Staketenzaun gegen Buddler und Graber

Damit die Kaninchen sich nicht aus dem Gehege herausgraben oder Raubtiere hereinkommen, muss das Gehege nach unten abgesichert werden. Bei kleinen Gehegen kann der Boden mit Draht gesichert werden. Dafür wird das Gehege ausgehoben, der Draht befestigt und anschließend die Erdschicht oder der gewünschte Untergrund wieder verteilt. Für größere Flächen empfehlen sich Gehwegplatten. Diese können unter dem Gehege ausgelegt werden. Anderweitig lässt sich der Untergrund natürlich auch mit Beton abdichten. Entlang der Gehegeränder den Kaninchendraht tief mit im Boden vergraben oder Platten als Begrenzung verwenden. Bei nicht dauerhaft genutzten Gehegen reicht ein dichter Rasen.

Wenn Sie sich Kaninchen zulegen möchten oder einen neuen Auslauf planen, ist ein Staketenzaun für das Kaninchengehege eine schöne, natürliche Umrandung. Mit etwas Kaninchendraht wird dieser im unteren Bereich schnell ausbruchssicher gemacht. Achten Sie zudem auf den richtigen Ort, ausreichend Fläche und genügend Schatten: So werden sich die Kaninchen sicher sehr wohl in Ihrem Garten fühlen. Ein Staketenzaun ist natürlich auch für die Haltung von Hühnern im eigenen Garten und für Schaf- und Ziegenweiden geeignet.

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